Palawan…here we come, here we go

Die Woche nach meinem Beijing Trip war recht unspannend. Ich musste viel für die letzten Unitage machen und dann ist Julia auch noch nach Beijing geflogen. Ein fast fliegender Wechsel zwischen uns Beiden.

Am Samtag war ich noch mit Anna und einer Freundin auf dem Salcedo Market in Makati. Der Besuch wurde aber durch einen plötzlichen Regenschauer zu einem Kurzem, weswegen wir uns dazu entschließen unseren Samstag in regengeschützen Malls zu verbringen. Um 4 Uhr trafen wir uns mit Magdalena im Fort Bonifacio, was Makati in seinem Reichtum noch einmal toppt. Das Goethe Institut hatte dort einen Filmabend organisiert und wir durften uns kostenlos Sophie Scholl ansehen.

Leider habe ich dann am Sonntag eine Absage für ein Praktikum von einer Eventagentur in Peking bekommen, weswegen ich die nächsten Tage Stunden über Stunden im Internet verbracht und Bewerbungen geschrieben hatte. Außerdem wollte ich alles für die Ankunft von Philipp am Donnerstag Abend vorbereiten. Putzen und Aufräumen standen also auf dem Plan!

Am Donnerstag war es dann endlich soweit. Aufgeregt stand ich am Flughafen und konnte Philipp auf den Philippinen begrüßen. Es war unheimlich schön, ihm alles zeigen zu können und ihm gefiel Manila auf Anhieb. Am Freitag nutzte ich meine Chance und zeigte ihm meine Uni, obwohl es ja nicht allzu viel in dem kleinen Gebäude zu sehen gibt. Aber es war mir wichtig, dass Philipp einen Eindruck von meiner Highschool ähnlichen Uni bekommt. Die Sightseeing Tour durch Manila ging weiter nach Intramuros und am Abend nach Makati, wo wir köstlich thailändisch speisten.

Am Samstag sollte es dann nach El Nido auf Palawan gehen. Erst mit dem Flugzeug nach Puerto Princesa und dann weiter mit dem Shuttle 6 Stunden richtung Norden nach El Nido. Leider hatte unser Flug Verspätung, sodass unser Shuttle nicht mehr da war, als wir mit dem Tricycle am Busterminal ankamen. Glück im Unglück haben wir dann einen Privatvan genommen, der zwar teurer, aber dafür sehr viel angenehmer und schneller war. Der Bustrip verschaffte uns einen ersten Eindruck von Palawan: Natur so weit das Auge reichte. 6 von 6 Stunden fuhren wir durch den Dschungel, 4 von 6 Stunden über Schotterweg:-) Meine Laune sank mit meinem Zuckerspiegel, aber eine Pause, die uns die Möglichkeit gab uns mit Crackern und Oreo Keksen einzudecken ließ sie schnell wieder in die Höhe klettern. Gut gelaunt kamen wir um 17 Uhr in El Nido an. Schon der erste Eindruck stimmte uns freudig auf die nächsten Tage. Das Meer und die Inseln mit den besonderen Feldformationen waren atemberaubend. Unser Resort schickte uns ein Boot mit dem wir pünktlich zum Sonnenuntergang zu unserem kurzzeitigen Zuhause fuhren.

Das Dolarog Beach Resort ist ein kleines Resort direkt im Barcuit Archipelago, was zu den schönsten auf der Welt zählt. Die kleinen aber feinen Cottages überzeugten sofort. Besonders hübsch war die Terasse mit Blick aufs Meer, auf der wir in den nächsten 5 Tagen frühstücken und abends bei Kerzenschein zu Abend essen konnten. Alles hoch romantisch. Vor allen Dingen die schönen Sonnenuntergänge auf dem Steg:-)

Am ersten Abend gab es noch eine große Überraschung oder für Philipp eher einen Schreckmoment. Als wir vom Abendessen zurück in unser Cottage wollten, stand etwas großes, sehr dunkles davor. Ohne Taschenlampe konnten wir zunächst nicht erkennen, was es war, aber dann sahen wir: Ein Pferd! Es graste vergnügt vor unserem Cottage und ich stellte mir mich schon auf ihm reitend durch unser Resort vor 🙂 Es fand Menschen aber nicht so super und haute sofort ab, als ich es streicheln wollte. Wir sahen es vor da an jeden Tag, meistens beim Frühstück, wenn es durch das Küchenfenster gefüttert wurde und danach die Gasflaschen umgetreten hat. Zusammen mit dem Hund und den Katzen war es ein bisschen wir bei Pippi Langstrumpf.

Sonntag und Montag war erstmal Island Hopping mit Schnorcheln und am Strand relaxen angesagt. Unser Resort stellte uns jeden Tag ein eigenes Boot mit Crew zur Verfügung, was die ganze Sache sehr komfortable machte. Die kleinen Buchten mit ihren weißen Stränden, die Felsinseln und die Unterwasserwelt waren atembraubend schön. Auch das kleine Städtchen El Nido gefiel uns und diente uns fast jeden Tag als Einkehrmöglichkeit um leckere Salate und Shakes zu uns zu nehmen.

Am Dienstag wollten wir dann am Strand nach El Nido laufen und entdeckten dabei den perfekten Paradies Strand. Fast menschenleer, tolles Wasser, Palmen, weißer Strand…kaum vorstellbar, dass es so etwas Schönes nochmal irgendwo auf der Welt gibt. Auf jedenfall nicht so menschenleer. Leider versperrten uns Felsen den weiteren Weg nach El Nido, so dass wir auf die Straße ausweichen mussten. Es hätte alles so perfekt und entspannend sein können, wäre der Tricycle Fahrer direkt am Anfang der Straße bereit gewesen, sein Nickerchen für uns zu unterbrechen. Aber nein, Geld verdienen war gerade anscheinend nicht angesagt und so machten Philipp und ich uns, bei gefühlten 40 Grad (vielleicht war es auch wirklich so heiß), auf zum Todesmarsch. Wir waren durch die Sonne in den letzten Tage schon leicht angeschlagen und verschanzten uns deshalb unter Kopf- und Handtüchern. Irgendwann hörten wir noch Affen im Dschungel, von denen Philipp auf jedenfall mehr fasziniert war als ich. Mir war einfach nur heiß und ich wollte weg von der Straße. Irgendwann kam uns ein Tricycle Fahrer entgegen und wir konnten überreden nocheinmal umzukehren und uns bis zum nächsten Tricycle zu bringen. Unser Held des Tages! Deswegen hat er gleich auch mal das Dreifache an Geld bekommen 🙂 Das Artcafe in El Nido war mal wieder unsere Rettung und so ließen wir den Nachmittag mit Banana Shakes ausklingen.

Der Mittwoch war leider schon unser letzter Tag, den wir nutzten um Snake Island und diverse andere Inseln zu besuchen. Philipp war inzwischen schon komplett  lediert von der Sonne und musste höllisch aufpassen, aber wir genossen trotzdem jede Sekunde. Am nächsten Tag hatten wir nämlich wieder einen weiten Weg nach Puerto Princesa und dann noch mit dem Flugzeug zurück nach Manila.

Am Donnerstag waren wir also so gut wie tot und vor allem ich, sehr hungrig. Ich konnte unsere Bestellung bei Mc’s (ja wir haben hier einen Lieferservice) gar nicht mehr abwarten. Den Abend verbrachten wir dann also mit vollen Bäuchen und einer DVD auf der Couch.

Freitag war „Good Friday“ oder auch Karfreitag und in diesem katholischen Land also einer der höchsten Feiertage. Das machte sich durch unglaubliche Stille bemerkbar. Alle Läden hatten geschlossen, es fuhren nur Taxen und Jeepney’s und die meisten Filipinos waren in die Provinzen gereist, sodass es kaum Menschen zu sehen gab. Es fanden außerdem viele Prozessionen statt. Ich hatte eigentlich auf eine Kreuzigung gehofft, da es hier ein seltsames Ritual ist, sich ans Kreuz nageln zu lassen, aber es stellte sich heraus, dass die Selbstgeißelungen nur an drei Orten auf den Philippinen zu sehen war. Wir konnten aber in der Quiapo Church und abends in Makati bei einer stimmungsvollen Prozession mit Kerzen noch etwas von der feierlichen Stimmung in Manila erhaschen und waren im nachhinein auch froh darüber, hier geblieben zu sein. Julia und Co. waren nämlich nach San Fernando gefahren, um sich die Selbstgeißelungen und Kreuzigungen anzusehen und ihre Erzählungen waren sehr gruselig. Auf Spiegel Online gab es übrigens auch einen großen Artikel drüber, falls sich jemand noch darüber informieren möchte.

Am Samstag zeigte ich Philipp dann noch hier und da ein paar Sachen in Manila. Aber hauptsächlich genossen wir die letzten gemeinsamen Stunden und ließen unsere Zeit in einem gemütlichen Restaurant in Makati ausklingen. So wie es aussieht sehen wir uns jetzt wieder für 12 Wochen nicht. Dazu in den nächsten Tagen mehr, da noch nichts genaues für mein Praktikum feststeht.

Heute in einer Woche ist meine Zeit in Manila tatsächlich schon zu Ende. Mein letztes Wochenende werde ich noch mit 7 anderen Deutschen auf den Reisterassen, als kleines Highlight zum Schluss, in Banaue verbringen.

Gleich schreibe ich meine letzten Klausuren, somit hätte ich das vierte Semester auch geschafft. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht!

Hier noch der Link zu den Fotos:

http://picasaweb.google.de/lara.alisha/PhilippinenMitPhilipp?authkey=Gv1sRgCN-zuq-BvJy-lwE&feat=directlink

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2 Kommentare

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2 Antworten zu “Palawan…here we come, here we go

  1. Dani

    Das mit dem Pferd und so ist ja süß. Aber wie, du hast auf eine solche Kreuzigung gehofft?!

  2. Lara

    Es ist eben was kulturell einmaliges und etwas, was es in der Form nur auf den Philippinen gibt. Daher hätte ich mir das schon gerne angeguckt. Da die Menschen das ja auch freiwillig machen und es sogar eine Ehre für sie ist, verliert das Ganze etwas am bitteren Beigeschmack.

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